Dessa | Berlin

Dessa | Berlin
Mittwoch | 11. April 2018 | 19:00 Uhr


Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00

Eine Sache zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Karriere der USamerikanischen Sängerin, Rapperin und Songwriterin Dessa: Das Unterlaufen von Erwartungen. Das Öffnen und Sprengen von Schubladen. Genregrenzen und feste Zugehörigkeiten zu klar abgesteckten Szenen oder kulturellen Tätigkeitsfeldern gab’s für sie noch nie. So findet man auf den Alben, die sie via Doomtree Records veröffentlicht hat, alles von Rap-Bangern bis hin zu ACapella- Arrangements; aber auch große, eingängige Pop-Hooks sind da zu hören. Als Co-Komponistin hat sie für einen 100-köpfigen Chor geschrieben, hat einen Song zu Lin-Manuel Mirandas „The Hamilton Mixtape“ beigesteuert oder auch eine Coverversion von „Balance“ (Mountain Goats; Merge Records) aufgenommen, die eher wie eine James-Bond-Melodie wirkt.

Auch ihre Live- Shows könnten unterschiedlicher nicht sein: Mal tritt sie in dreckigen Rock- Schuppen auf, mal wird ihre Show eingerahmt vom roten Samt eines Theaters, und was die Größenordnung angeht: von Glastonbury und Lollapalloza bis hin zu intimen Räumlichkeiten ist alles dabei. Gerade für letztere denkt sie sich gerne thematisch passende Events aus: Kürzlich zum Beispiel im Rahmen ihrer ausverkauften Residency im The Green Space von WYNC, wo sie Rapper und Forscher zusammenbrachte, die sich dann vor Publikum einen Schlagabtausch zu wissenschaftlichen Themen lieferten. Laut der LA Times „klingt sie wie niemand sonst“, für NPR „bricht sie die Regeln des Rap“.
„Hinreißend“ lautet das sehr viel schlichtere Urteil der Chicago Tribune.
Kurzum: Dessa bewegt sich über Stilgrenzen hinweg, durch Räume aller Größenordnungen, von intellektuell bis unbedarft, und ihre (Bühnen-)Präsenz ist dabei dermaßen souverän, dass man sich ihr kaum entziehen kann.