Chase Atlantic | Berlin

Chase Atlantic | Berlin
Mittwoch | 22. August 2018 | 19:00 Uhr


Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00

+ Support: Kelvyn Colt

Chase Atlantic: Der Schmelztiegel aus Alternative und R’n’B
Australisches Trio begeistert mit neuem Sound
zwischen Pop und Angriffslust
Debütalbum „Chase Atlantic“ Ende 2017 erschienen
Erste deutsche Headline-Daten im August in Köln und Berlin

Sie verkörpern die Popkultur der jungen Generation mit einem höchst heterogenen Sound, der Genregrenzen mutwillig ignoriert und ausschließlich dem folgt, was für ihre Erzeuger sinnvoll und stimmig erscheint. Und so steht der Sound von Chase Atlantic mit einem Bein ebenso fest auf der verschwitzten Alternative-Clubbühne wie mit dem anderen auf dem glitzernden R’n’B-Dancefloor, stets ergänzt um nassforsch adaptierte Zitate aus Indie, Pop-Punk und Hip-Hop. Doch trotz dieser eigensinnigen Vielzahl an Klangnuancen und Genrezutaten gelingt den dreien fast spielerisch ein Zugang zum Massengeschmack und ins australische Formatradio, wo Chase Atlantic seit Veröffentlichung ihrer ersten EP „Dalliance“ im Jahr 2014 zu den Dauergästen zählen. Dieser ersten EP folgten innerhalb von gut zwei Jahren fünf weitere, die die kontinuierliche Weiterentwicklung der drei Studioasse demonstrieren und letztlich hinführten zu ihrem ersten, selbstbetitelten Album, das Ende 2017 erschien. Seitdem befindet sich die Band fast ununterbrochen auf Tournee, sogar die USA haben sie für ihren eklektischen Stil eingenommen. Nun kommen Chase Atlantic am 21. und 22. August erstmals für zwei Headline-Shows in Köln und Berlin nach Deutschland.

Nicht die Komposition sei die höchste Kunst und Herausforderung für eine junge und modern denkende Generation von Musikern, schon gar nicht die Texte, Arrangements oder Instrumentierungen, sagen Chase Atlantic. Der tatsächliche Gral höchster Kunst finde sich heutzutage in der Produktion der Musik sowie in der Akzentuierung und stilsicheren Verwendung der schier unbegrenzten digitalen Studiomöglichkeiten. Zweifellos: Das grundlegende künstlerische Credo des australischen Trios ist ungewöhnlich, nassforsch und aus Sicht von Traditionalisten auch durchaus diskutabel – und doch gibt ihnen das Ergebnis ihrer Studiotüfteleien vollkommen recht. Denn mit vermeintlich geradezu spielerischer Selbstverständlichkeit – hinter der tatsächlich jedoch endlose Monate minutiöser Detailarbeit stecken – gelingt Sänger Michael Cave, seinem Gitarre und Saxofon spielenden Bruder Clinton sowie dem Bassisten Christian Anthony ein seltener Spagat aus klanglicher Eigenständigkeit und einer fast unmittelbar einsetzenden Breitenakzeptanz als die neuen Popstars des australischen Kontinents.

Dabei entwickelte sich gerade diese Vielzahl aus einstmals unversöhnlich gegenüberstehenden Stilen und Zutaten zu ihrem besonderen Massenappeal. Denn die Musiker von Chase Atlantic leben und atmen all diese Genres, statt sie nur zu adaptieren und zweckzuentfremden – mit dem Ergebnis, dass sich der toughe Hip-Hopper bei ihnen ebenso zuhause fühlt wie der geschmacksbewusste Indie-Fan, der schicke R’n’B-Tänzer und der wütende Underground-Punker. Denn sie alle finden in diesem einzigartigen Pop-Amalgam von Chase Atlantic etwas Authentisches, Wahrhaftiges und Vertrautes. Und so könnte auch das Publikum von Chase Atlantic kaum unterschiedlicher sein – und findet bei dieser Band dann jedoch eine gemeinsame Leidenschaft für einen Pop, der Grenzen einreißt, weil er selber keine Grenzen kennt.